Norte Grande y Chico – Somos trotamundos!

Hola chicos!

Im Moment ist eine ziemlich coole Zeit, denn: Ich habe Urlaub!!
Grade komme ich von meinem ersten Trip zurück, und es gibt jetzt schon so unglaublich viel zu erzählen!
Aber mal von vorne:

12814771_967371433310655_1272124543459077379_n.jpgVor zwei Wochen war es endlich soweit: meine beste Freundin Ronja kam am Flughafen in Santiago an!
Nach einem viel zu langen halben Jahr haben wir uns endlich wieder gesehen, und dementsprechend groß war natürlich auch die Wiedersehensfreude.
Die folgenden zwei Tage wollten wir schön ruhig und gelassen in Valpo verbringen, bevor unser “Abenteuer Norden” dann am Mittwoch losgehen würde – aber leider kam es etwas anders…
Als wir gerade in der Mall in Vina was essen waren, wurde Ronja auf uns bis heute unerklärliche Weise ihre Tasche geklaut – Handy, Geld, Karten inklusive.
Der Nachmittag wurde dann eher weniger am Strand als telefonierend in Valpo verbracht.
Nachdem ich unzählige Gespräche mit chilenischem Sicherheitspersonal hinter mir hatte, die alle mehr oder weniger aussichtslos verlaufen waren, erschien es uns sinnvoller, einfach zurück zu fahren, und so schnell wie möglich alle Karten zu sperren.
Letztlich haben wir uns dagegen entschieden, zur Polizei zu gehen – es würde leider einfach nichts bringen – Taschendiebstähle kommen hier täglich hundertfach vor…
Mega ärgerlich, vor allem, wenn man überlegt, dass mir hier seit September noch nie was geklaut wurde!
Trotz allem hatten wir recht schnell alles soweit geklärt, und ließen uns die Reiselust nicht nehmen!

SAM_2509.JPGAm Mittwoch gab es ein letztes Abendessen mit der WG (immerhin würden wir uns vier Wochen nicht sehen…), bevor es dann für uns definitiv losging – mit dem Nachtbus nach La Serena, unserer ersten Station.
Dort blieben wir eine Nacht.
Das Städtchen an sich ist ganz putzig, kann aber auch schnell langweilig werden, weil man sehr rasch dann doch alles gesehen hat.
Darum entschieden wir uns dazu, für den nächsten Tag eine Tour zur “Isla Damas” zu machen.
Gesagt, getan – am nächsten Morgen ging es los.
Leider war das Wetter in La Serena generell nicht der Hit, sodass wir den langen Pulli lieber den ganzen Tag anbehielten.
Mit einer Nussschale (Boot wäre jetzt zu viel gesagt :D) ging die Tour los – und schon auf dem Weg bot sich uns ein echt toller Anblick: eine ganze Gruppe Delfine schwamm neben uns her, und tummelte sich im Wasser – ich hatte noch nie Delfine außerhalb des Nürnberger Tiergartens gesehen, von daher war das echt was ganz Besonderes.
Auf den Inseln konnte man noch allerhand andere Tiere und auch echt schöne Pflanzen sehen.
Vor allem aber ist die Isla Damas für ihre Humboldt-Pinguine bekannt – und die haben wir schließlich auch sehen können!SAM_2551.JPG
Kleiner Faktencheck am Rande: Humboldt-Pinguine sind die kleinsten der Welt (sie werden nur ca. 40 cm “groß”), sie leben monogam, bleiben mit ihrem Partner ein ganzes Leben lang zusammen, und suchen sich auch niemand Neues, wenn ihr Partner stirbt.
Leider haben sie aufgrund ihrer Größe ein so kleines Herz, dass es sein kann, dass sie irgendwann einfach umfallen und sterben, wenn sie sich zu sehr erschrecken…soviel mal dazu.

SAM_2647.JPGNach der Tour ging es schon weiter für uns, mit dem nächsten Nachtbus nach Calama, um von dort aus weiter ins Wüstendorf “San Pedro de Atacama” zu gelangen.
In meinem Reiseführer stand bereits charmant formuliert: “Calama ist ein Drecksloch.” – hm, nur so viel: es stimmt.
Zum Glück hatten wir nur ein paar Stunden Aufenthalt, und abends fanden wir uns endlich in San Pedro wieder!
In einem staubigen Wüstendorf ohne Straßennamen im Dunkeln ein Hostel zu suchen gehört jetzt auch eher zu den Erfahrungen, auf die ich hätte verzichten können – aber gut, letztendlich sind es wohl solche Momente, die eine Backpacker-Tour ausmachen. 🙂
Ausgeruht ging’s am nächsten Tag dann zur ersten Tour direkt ins “Valle de la Luna” (zu deutsch: Mondtal) – warum es so heißt, erklärt sich von selbst, wenn man sich die Fotos genauer ansieht (zu den Fotos: Leider sind die Bilder von meiner Kamera zu groß, um sie hier einzufügen, drum werde ich eine gesonderte Bildergalerie anlegen – die ganzen tollen Wüstenbilder möchte ich ja niemandem vorenthalten!!).

Die Touren sind wirklich sehr cool, mit einer kleinen Gruppe und einem Guide fährt man verschiedene Stationen ab, und sieht die unterschiedlichsten Dinge.
Bei unserer ersten Tour durfte ich beispielsweise eine Grube hinunter klettern, in der früher Salz abgebaut wurde – sehr spannend!
Überraschenderweise war es gar nicht so anstrengend, ich hatte mir Wüste immer echt unangenehm heiß vorgestellt, aber was wir da erlebten war keine drückende Hitze, im Gegenteil, es ging sogar ein erfrischendes Lüftchen – vielleicht hatten wir aber auch einfach einen guten Tag erwischt, wer weiß.
Abends im Hostel buchten wir noch drei weitere Touren, und weil es mit den Busverbindungen leider nicht ganz hingehauen hat, haben wir spontan eine Nacht im schönen San Pedro verlängert 😉
Montagmorgen ging es für uns zu den Lagunas Altiplánicas, einer Landschaft von Salzlagunen mitten in einer unbeschreiblich schönen Natur.
Es ist schon ein irres Gefühl, plötzlich mitten in der Wüste zu stehen, und einfach kilometerweit nur Sand und Berge zu sehen!
Man begreift erstmal, was für eine wahnsinnig atemberaubende Schöpfung uns da gegeben wurde, und wir klein man selbst doch eigentlich ist.
Am Nachmittag brachen wir gleich zur nächsten Tour auf: die Lagunas Cejar und Piedra riefen uns.
12722270_974077139306751_2025528836_o.jpgUnd dort erwartete und ein echtes Highlight: in der Laguna Piedra konnte man baden!
Und weil der Salzgehalt im Wasser so derart hoch ist, fühlt man sich dabei, wie im toten Meer – eine Erfahrung, die ich definitiv nicht missen möchte!
Und mit Sand in den Schuhen, Salz auf der Haut, und Wind in den Haaren nach Hause zu gehen, hat auch was 😉
Schließlich konnten wir auf dieser Tour sogar Flamingos in der freien Natur beobachten, was einfach richtig cool war!
Den Dienstag verbrachten wir mit einer kompletten Tagestour zum “Salar de Tara” in der Wüste.
Dass es in der Wüste immer warm ist, davon sollte man sich schnell verabschieden – ich habe fast den ganzen Tag echt extrem gefroren (mit Pulli und langer Hose versteht sich) – der Wind weht einfach richtig stark.
Außerdem hatte es die Tour höhenmäßig in sich: auf 4800 Höhenmeter ging es schließlich!
Immer wieder hört man ja von der sogenannten “Höhenkrankheit”, und ich muss sagen, ich war echt gespannt, wie sich die Höhe bei mir so auswirkt, aber ich muss sagen, außer, dass einem ab und an mal kurz das Atmen etwas schwerer fällt, hab ich absolut nichts gemerkt – ich bin da wohl nicht so sehr empfindlich 🙂
Insgesamt war San Pedro schon der Höhepunkt unserer Reise, und um den Flair des Dorfes nochmal auf uns wirken zu lassen, liefen wir nochmal gemütlich über die vielen Souvenirstände, und waren anschließend richtig schick essen (man gönnt sich ja sonst nichts) 😉
SAM_2970.jpgIch hab auf dem Souvenirmarkt ein echtes Lieblingsteil gefunden: einen superschicken Lederrucksack, der seit San Pedro mein treuer Reisebegleiter ist (neben Ronja natürlich! ;))

Am Mittwochmorgen hieß es dann Abschied nehmen von San Pedro, das wir doch so lieb gewonnen hatten – unser Bus fuhr uns noch weiter nördlich nach Iquique, einem beliebten Badeort nicht weit von der peruanischen Grenze entfernt.
Unser Plan hieß: Strand, Strand und nochmal Strand!
SAM_2971.jpgDie ganzen Touren der letzten Tage waren zwar richtig schön und eindrucksvoll, schlauchten auf Dauer aber auch ganz schön – drum wollten wir nichts lieber, als ein paar Tage faul am Strand rumzuliegen.
Das ging in Iquique auch super gut, nur dass man die Wellen auf keinen Fall unterschätzen sollte (wenn man nicht scharf darauf ist, sich dreimal zu überschlagen im Wasser zumindest…;))
Jedenfalls waren wir zwei Tage lang abwechselnd am Strand, in der Hostelbar oder coolen Restaurants zu finden – auch mal schön 🙂
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Von Iquique aus traten wir langsam wieder den Rückweg an – aber direkt nach Valpo zurück wäre eine endlos lange Busfahrt gewesen, drum sind wir erst noch nach Copiapó gefahren, wo wir eine Nacht verbracht haben.
In einer Art Ferienhaus, das wir ganz für uns hatten, schlief es sich äußerst gut, und weil Copiapó an sich jetzt nicht allzu viel hergibt, entschieden wir uns für einen ruhigen Abend mit Kochen, bevor es dann am nächsten Tag wieder gen Valpo ging.

Seit heute morgen sind wir jetzt also wieder zurück von unserer Norden-Tour.
Müde und geschafft, aber unglaublich glücklich und mit unendlich vielen Eindrücken, die erstmal verarbeitet werden wollen.
Die Woche werden wir noch chillig in Valpo verbringen, und am Mittwoch kommt mein Freund wieder hier an, auf den ich mich natürlich schon unglaublich freue!
Am Freitag müssen wir uns dann leider schon wieder verabschieden, für Ronja geht’s dann zurück nach Deutschland, und Philipp und ich werden unsere zweite Tour Richtung Süden starten.

Bis dann!
Melli

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