Torres del Paine – Chile nunca deja sorprenderme!

Huhu!

12903869_981471755233956_514524962_oUnd schon ist er wieder vorbei, der Urlaub…schade schade, aber was bleibt, sind tolle Erzählungen und Erinnerungen – zum Beispiel von “Torres del Paine”, da hab ich vor einer Woche mal fix vorbeigeschaut 😉
Wie, ihr wisst nicht, was “Torres del Paine” ist?
Gut, wusste ich auch nicht, bis ich nach Chile gegangen bin 😀
Um mal Licht ins Dunkel zu bringen: “Torres del Paine” ist ein Nationalpark im Süden Chiles, mitten in Patagonien gelegen.
Und da war ich zusammen mit meinem Freund auf Trekkingtour unterwegs (also hätte ich gewusst, dass es Trekking wird, hätte ich mir noch so stylische Laufstöcke und vielleicht eventuell sogar Wanderschuhe gekauft, aber hey: ich weiß jetzt, dass man das auch in Sketchers schaffen kann! :D)

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Lag

Mitten in der Nacht ging unser Flug nach Punta Arenas, ganz in den Süden, wo wir dann morgens ankamen.
Von dort aus ging’s gleich weiter mit dem Bus nach Puerto Natales, einer kleinen Stadt ca. dreieinhalb Stunden von Punta Arenas entfernt.
Eine Nacht sind wir noch im Hostel geblieben, und haben in der Stadt unsere letzten Besorgungen für die Tour gemacht – gar nicht mal so leicht, einen Gaskocher auszuleihen, wenn einfach Jeder einen haben möchte!

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Lago Pehoé, Torres del Paine – Anlegeort für den Katamaran

Eigentlich ist Puerto Natales ein einziger Knotenpunkt für Touristen: Entweder man geht von dort aus nach Torres, oder nach Argentinien zu “El Calafate”, einem Gletscher.
Und am nächsten morgen war es dann auch soweit: Früh um sieben kam der Bus, der uns dann am Eingang von Torres wirklich ablieferte – von da an hieß es: Bye Bye Zivilisation!
Nach der Anmeldung nahmen wir einen Shuttle-Bus, der uns zu unserem Wander-Ausgangspunkt brachte.
12874628_981469121900886_602270483_oNormalerweise gibt es zwei verschiedene Strecken: Das O und das W.
Das O dauert ganze acht Tage und ist richtig anspruchsvoll, das W dauert ca. fünf Tage und ist vom Niveau her etwas einfacher.
Da wir leider ein bisschen Zeitprobleme hatten (wir waren nur drei Nächte im Park), haben wir uns eine Alternativroute überlegt, und sind etwas anders als wohl alle anderen gelaufen.

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Und los geht’s! 🙂

Unsere Planung wurde jedoch schon am Eingang zunichte gemacht, denn der Campingplatz, bei dem wir die Nacht verbringen wollten, hatte zu…also mussten wir uns damit abfinden, mehr zu laufen, um es am gleichen Tag noch zum nächsten Campingplatz zu schaffen (Wildcampen ist auf dem Gelände verboten).
Es hat dann aber alles geklappt, ein paar Tränen und unzählige Müsliriegel später (es war einfach wahnsinnig steil, und mit zehn Kilo Gepäck auf dem Rücken teilweise echt ein Kraftakt…und dann ist da noch dieser innere Schweinehund…), war unser Zelt schließlich aufgebaut, und wir wagten den letzten Aufstieg für den ersten Tag (ohne Gepäck! :D) hoch zu den “Torres”, ein paar Felsen, die den Park so berühmt machen.

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Rolling Stones!! 😉

Es war ein steiniger Aufstieg, den man teilweise wirklich nur auf allen Vieren meistern konnte, also mit Gepäck hätte ich das nicht machen wollen…zum Glück konnten wir alles unten im Camp lassen 😉
Die folgenden zwei Tage wurde gewandert wie die Weltmeister, über Stock und Stein, zeitweise auch über Gebirgsbäche und der Wind war auch nicht zu unterschätzen!

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Die berühmten Torres

Am letzten Tag bin ich einmal einfach richtig umgefegt worden von den starken Böen, dass ich mir leider den Fuß etwas umgeknickt habe…aber Gott sei Dank erst am letzten Tag!
Überhaupt waren wir sehr gesegnet, was das Wetter anging: kein Schnee weit und breit, und zumindest tagsüber auch keine Regenschauer – dafür Sonnenschein oder bedeckter Himmel, und wirklich humane Temperaturen!
Am zweiten Tag hatte ich mal wieder ein kleines Aha-Erlebnis: Immer wieder erstaunlich, wie Gott doch in unser Leben spricht!
SAM_2985 - KopieAls wir Mittagspause gemacht haben, und ich überzeugt war, keinen Meter weiter mehr zu gehen, lasen wir die Losungen für den Tag, und siehe da, sie lautete:

“Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und macht sichere Schritte mit euren Füßen.”
– Hebräer 12, 12-13 –

Deutlicher geht’s eigentlich nicht, also hieß es: weiter, immer weiter, so weit wie uns unsere Füße tragen.
Unser Zelt haben wir von Jo und Annika übernommen, es hatte also schon einmal Torres del Paine hinter sich…und was soll ich sagen, zweimal war wohl etwas zu viel – in der letzten Nacht wäre es uns beinahe weggeflogen, sodass wir es mitten in der Nacht mit Steinen beschweren und hoffen mussten, dass wir nicht bald im Freien schlafen müssen…aber es hat gehalten, mehr schlecht als recht, aber doch bis zum Schluss!
12903800_981469618567503_2063103801_oWeil es am letzten Tag leider sehr stürmisch und regnerisch wurde, haben wir beschlossen, schon mittags die Fähre zum Ausgang zu nehmen, und nachmittags wieder gen Puerto Natales zum Hostel zu fahren.

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Zitat Philipp: “Der beste Burger, den ich je gegessen hab!” 😀

Abends haben wir uns dort erstmal selbst für die Strapazen der letztem Tage belohnt: Mit dem besten Burger der Stadt 😉

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Ein Bergfuchs, der sich während dem Mittagessen zu uns gesellte…was soll ich sagen: Verwandtschaft, man kennt sich eben 😉

Als Fazit kann ich sagen: Aus mir wird in diesem Leben wohl kein Outdoorer mehr werden…es war wahnsinnig eindrucksvoll, durch eine solche Landschaft zu spazieren (man bekommt eine ganz andere Vorstellung  von Schöpfung!), aber ich fürchte, solche Touren mit mir sind kein großer Spaß…und ohne meine zehn Müsliriegel hätte ich die Tage wohl nur äußerst schlecht überstanden 😉
Trotzdem: Die Landschaft entschuldigt Vieles, da ist der Muskelkater erstmal zweitrangig.’

12874279_981465661901232_651812690_oPhil hat auch diesmal wieder ein wunderbares Video von seiner Zeit hier in Chile gemacht.
Wer also einen kleinen Einblick in bewegten Bildern bekommen möchte, der klicke hier:
Valparaiso & Torres del Paine 2016

Nach unserem Abenteuer Süden ging’s wieder zurück nach Valpo, wo wir zu zweit noch ein paar Tage genossen haben, bevor heute morgen am Flughafen dann wieder der Abschied  dran war…

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Jetzt ist langsam Endspurt angesagt, das nächste Wiedersehen wird dann erst wieder in Deutschland stattfinden, und jetzt geht es auch mit der Arbeit weiter – wir bewegen uns auf der Zielgeraden…und im Augenblick betrachte ich das Ganze mit einem weinenden und einem lachenden Auge…;)
Aber sieben Monate die ich jetzt hier bin meint auch, dass noch zwei wunderschöne Monate kommen, in denen wir uns nochmal so richtig austoben werden!

Und deshalb sag ich: Bis in zwei Wochen!

Saludos desde Chile,
Melli

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