Alles neu macht der Mai…

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mit Annika und Valeria 🙂

…und zwar komplett!
Zumindest, wenn man mal auf unseren Comedor Solidario blickt – da haben wir nämlich seit dieser Woche eine kleine Änderung eingeführt.
Und zwar bieten wir jetzt neben dem normalen Impuls und dem Mittagessen danach eine Art „Gruppenstunde“ an, in der wir einfach noch ein paar Lieder singen, und es eine kleine Verkündigung gibt.
Die Obdachlosen haben uns immer wieder erzählt, dass sie um jede Minute froh sind, die sie bei uns drinnen verbringen können, also dachten wir, es wäre doch vielleicht cool, das Angebot ein bisschen auszuweiten.
Diese Woche haben wir mit zwei Personen angefangen, und zugegeben, ich war schon etwas gefrustet, es sah einfach sehr nach einem Flop aus – auf den ersten Blick zumindest.
Denn: Auch wenn nur zwei Menschen eine gute, kraftgebende Message mitgegeben wird – dann hat es sich doch eigentlich schon gelohnt!
Und drum werden wir das Ganze auch die nächsten Wochen weiter anbieten, vielleicht gesellt sich ja doch noch der ein oder andere dazu – dafür darf natürlich auch gerne gebetet werden! 😉

Noch eine für erfreuliche Nachricht: Unser neues Liederbuch ist druckfertig!
Nachdem wir unzählige Kämpfe gegen Rechtschreibprogramme geführt haben, und sich am Ende doch noch Fehler eingeschlichen haben, ist es jetzt soweit, in den Druck gegeben zu werden – wenn ich in zwei Wochen den nächsten Eintrag schreibe, kann ich also hoffentlich ein Bild hochladen, wie ich es stolz in den Händen halte 😉

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Taller de Misión mit den Jugendlichen

Die übrigen Projekte laufen so vor sich hin, alles in allem echt gut soweit!
Die Jungscharstunde im Colegio mache ich immer mit Annika zusammen, und es ist schön, zu sehen, wie gut den Jugendlichen auch ihr Taller am Freitagabend tut.
Im Colegio bin ich sonst wieder im Kunstunterricht dabei, und vor allem bei den Kleinen macht das richtig Spaß, weil man gut was helfen kann – und hey, wann hat man schon mal wieder die Möglichkeit, völlig frei mit Fingerfarben rum zu matschen, ohne dass man sich dafür erklären muss? 😀

Zudem laufen die Planungen für unsere „Noche alemana“ weiter – und da gibt es wirklich einiges zu tun – Gästeliste, Einladungen, Menü, Deko…wir haben noch viel vor uns, bis dann am 27.Mai unsere große Abschiedsparty steigen kann.

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Promotion Curso de Líderes
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Gruppenfoto vom ersten Curso de Líderes

Letzten Samstag begann der „Curso de Líderes“, also die Mitarbeiterschulung wieder von Neuem.
Nachdem wir die Woche über schon in verschiedenen Colegios waren, um dort Werbung zu machen, ging es am Samstag dann schließlich los.
Nicht ganz ohne ein paar Differenzen, so ganz warm werde ich mit der

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beim gemeinsamen spielen

südamerikanischen Arbeitshaltung wohl nie werden, das hat sich da mal wieder gezeigt…
Freitagabend stand weder eine Andacht, noch das Rahmenprogramm – stattdessen wurden aber fleißig Plakate gemalt, und der Saal dekoriert…
Da kommt einfach meine „deutsche“ Art durch – nicht auszudenken, was in Deutschland los wäre, wenn einen Tag vorher das Programm nicht steht!
Was man den Chilenen dann aber auch wieder lassen muss: Sie kriegen es einfach hin – Spontanität haben sie allemal drauf!
Der erste Curso war super, es gab schlussendlich eine Andacht, und die Spiele liefen super – auch wenn ich immer noch nicht so ganz weiß, wie sie das machen, diese Chilenen! 😉

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Auf den Hügeln der Stadt 😉

Wenn wir nicht grade arbeiten (was natürlich, äh, äußerst selten vorkommt :D), dann vergnügen wir uns in Valpo – wie zum Beispiel vor einer Woche mit Annikas und Jos Besuch – wir sind über die Ferias in meinem geliebten Playa Ancha  gelaufen, und waren abends wie so oft bei unserem Lieblingsmexikaner essen 🙂

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Die Ferias in Playa Ancha 🙂

Für chillige Cocktailabende eignet sich unsere WG auch super – das genieße ich grade sehr 😉

Witzig war es auch, mit Chilenen über kulturelle Unterschiede zu reden – vor ein paar Tagen hab ich einen Artikel entdeckt, mit Dingen, die man nur verstehen kann, wenn man in Deutschland gelebt hat (http://www.ef.com/blog/language/10-things-only-those-who-lived-in-germany-understand/).
Das hat mir zum einen gezeigt, dass ich deutscher bin als ich mir eingestehen will, und vor allem ist es cool, zu sehen, wie seltsam manche Dinge, die für mich ganz normal sind, bei den Chilenen ankommen.
So zum Beispiel, dass man bei uns sein Zeug im Supermarkt selbst einpacken, und für Plastiktüten bezahlen muss – hier unvorstellbar!
Genauso wie, dass bei uns sonntags einfach weitgehend alles zu hat – in Chile unvorstellbar! 😀

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Dos Loquitas! 😉

So schön es auch ist, umso schneller geht es auch vorbei…in 38 Tagen, am 8.Juni werde ich im Flieger zurück nach Deutschland sitzen, dann sind meine neun Monate hier auch (schon) wieder vorbei.
Trotz aller Wehmut, freue ich mich einfach unglaublich auf zu Hause, mein geliebtes Bamberg fehlt mir schon sehr mit all seinen lieben Menschlein J

Bis bald, liebe Grüße vom anderen Ende der Welt,
Melli

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